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ANCAP Store: Italienisches Porzellan für Espresso und Cappuccino

ANCAP, gegründet 1964 von Giuseppe Boschini im norditalienischen Sorso, gehört zu den Manufakturen, die man sich merkt, wenn man einmal aus einer ihrer Tassen getrunken hat. Der Grund dafür ist unspektakulär und deshalb überzeugend: dickwandiges, feldspatreiches Porzellan, das Wärme hält, statt sie an die Umgebung zu verschenken.

Wir Consorten haben aus dem breiten Sortiment jene Stücke ausgewählt, die im täglichen Gebrauch tatsächlich einen Unterschied machen – und einen Espressokocher, der Edelstahl und Porzellan miteinander verheiratet.

In diesem ANCAP Store finden Sie eine kleine, sorgfältig zusammengestellte Auswahl: eine besonders dickwandige Espressotasse der Serie »Verona«, die dazu passende Cappuccino-Tasse mit schwarzem Rand und den Espressokocher »Aladin«, dessen Name Programm ist.

Eine Manufaktur, kein Marketing

Die Geschichte von »Ancap« beginnt 1964 in der Provinz Verbano-Cusio-Ossola, mit einem Fachmann für Porzellan und Dekoration, der sich selbständig macht. Sechs Jahrzehnte später produziert das Unternehmen immer noch am selben Ort, was in der Branche seltener geworden ist, als man denkt. Das Material heißt Feldspatporzellan und besteht im Wesentlichen aus Kaolin, Feldspat und Quarz. Dickwandig gebrannt, hält es die Temperatur des Kaffees dort, wo sie hingehört: im Getränk.

Für Gastronomie und Barista-Wettbewerbe ist Ancap eine feste Größe. Für den Küchentisch zu Hause ändert das wenig – außer daß die Tassen etwas länger halten als das übliche Geschirr aus dem Kaufhaus.

Warum dickwandig?

Der Unterschied zwischen einer beliebigen Espressotasse und einer aus dem Hause ANCAP läßt sich mit einem Finger nachprüfen: Wandstärke. Bei der »Verona«, die wir führen, sind es 8,5 Millimeter Porzellan. Das klingt nach einem Detail und ist keines.

Ein Espresso verläßt die Siebträgermaschine mit etwa 88 Grad und hat, bis er die Untertasse erreicht, oft schon zu viel davon verloren. Eine dünne Tasse zieht Wärme ab, eine dicke speichert sie. Ergebnis: Der Espresso bleibt länger auf jener Temperatur, in der er das schmeckt, was er schmecken soll.

Bei der Cappuccino-Tasse »Verona« mit 180 Millilitern kommt hinzu, daß der Milchschaum in einer temperierten Tasse anders sitzt als in einer kalten – runder, stabiler, weniger flüchtig. Der schwarze Rand ist eine gestalterische Zutat, die überraschend gut altert.

Ein Espressokocher, der aus zwei Materialien besteht

Der »Aladin« ist eine kleine Merkwürdigkeit im ANCAP-Kosmos: kein reines Porzellanstück, sondern ein Espressokocher, dessen oberer Behälter aus Porzellan gefertigt ist, während der untere Kessel aus Edelstahl kommt. Das ist ungewöhnlich und, wenn man einen Moment darüber nachdenkt, ziemlich einleuchtend.

Der Edelstahl-Unterteil kommt auf den Herd und tut, was Edelstahl auf Herden tut. Der Porzellan-Oberteil nimmt den fertigen Kaffee auf und hält ihn – wie eine dickwandige Tasse – auf Temperatur, ohne den metallischen Beigeschmack, den manche an klassischen Aluminium-Mokkakannen bemängeln. Er wird in Italien gefertigt und ist in zwei Größen erhältlich.

Wer das erste Mal aus einem Porzellanoberteil einschenkt, versteht schnell, warum die Konstruktion einen eigenen Namen verdient.

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