Auf einen Kaffee mit Meike Winnemuth

Auf einen Kaffee mit…

Meike Winnemuth

Name: Meike Winnemuth
Job: Journalistin, Bestseller-Autorin
Geboren: 1960
In: Neumünster
Lebt in: Hamburg et al
Dauer des Gesprächs: MW antwortete via E-Mail binnen acht Tagen, da sie bei Eintreffen der Fragen auf dem Weg nach London war
Erfolgreichstes Buch: »Das große Los: Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr«, Albrecht Knaus Verlag, 2013 (verkaufte Exemplare insgesamt: 250.000)
Aktuelles Buch: »Um es kurz zu machen: Über das unverschämte Glück, auf der Welt zu sein«, Albrecht Knaus Verlag, August 2015
Aktuelle Kolumne: Winnemuth Kolumne im stern
Twittername: @Winnemuth (beigetreten: Juni 2009, Tweets: 0)
Blog 1: Zurück auf Los (Das Deutschland-Projekt)
Blog 2: Vor mir die Welt … (Eine Reiselogbuch)
Blog 3: Das kleine Blaue (Ein Selbstversuch)
Facebook: Winnemuth
Lesezeit für dieses Gespräch: 3 min 03 sec
Fragen: Christian Ankowitsch
Foto: Gunter Glücklich
Erschienen: 18. Juni 2015

Ankowitsch: Kaffee oder Kaffee?
Winnemuth: Ausschließlich Tee. Kein Espresso, kein Latte, kein Mokkaeis. Ich mag einfach keinen Kaffee und fange langsam an, mich damit abzufinden.

Wobei überfällt Dich schlagartig tödliche Langeweile?
Bei Digitalisierungs-Ogottogott. Und bei Geschichten aus dem Beautyressort in Frauenzeitschriften.

In welchen Situationen sollte man sich selber misstrauen?
In Rauschzuständen aller Art. Genießen sollte man sie unbedingt, aber derweil möglichst keine unumkehrbaren Entscheidungen treffen.

Und in welchen Situationen tust Du es – leider – immer wieder?
Mir misstrauen? Beim Schreiben. Ich finde das alles nie gut genug.

Die beste Online-Dating-Plattform?
Keine Ahnung. Gehört so was zur Allgemeinbildung?

Warum ist es ein unverschämtes Glück, auf der Welt zu sein?
Oh, wo fange ich an? Man klingt ja leicht wie ein Erbauungsbüchlein, wenn man haltlos vom Leben schwärmt, aber ich finde es schon ein Geschenk. Was man alles darf! Was man alles kann! Dass man immer wieder Anfänger sein darf! Es hört einfach nicht auf, doll zu sein.

Welcher Ort auf der weiten Welt fühlt sich beunruhigend vertraut an?
Praktisch jeder Flughafen und jedes Shoppingcenter. Und seit der globalen Beige- und Braunisierung eigentlich auch jedes Hotelzimmer.

Und welcher fühlt sich tatsächlich weit, weit weg an?
Es passiert ja kaum noch, dass man sich in Situationen ohne GPS, ohne Karte, ohne Orientierung befindet und ohne jemanden, der einem weiterhelfen könnte. Das ist mir nach einer Verkettung von Zufällen mal in China passiert, ich hatte tatsächlich nicht den geringsten Schimmer, wo ich war. Außer: in China. Ich weiß nicht, ob man das Verlorengehen künstlich herstellen kann, aber ich finde, das müsste man sich einmal jährlich antun. Es ist komplett suchtbildend, mal nur bei sich selbst zu sein.

Der Spruch des New Yorkers, als Du beim New-York-Marathon bei Kilometer 30 angefangen hast, aus Erschöpfung zu gehen, lautete wie genau?
»Yo! This is the Bronx! You don’t WALK in the Bronx!«

Sind wir Journalisten noch zu retten?
Aber ja. Nur dürfen wir nicht auf die Rettung durch andere warten. Verlage werden es nicht tun, das Modell ist im Arsch. Aber braucht die noch einer?

Du in 7 Jahren?
Da bin ich 62. Und habe keine Ahnung, wer oder was oder wo ich dann bin. Das finde ich wiederum enorm beruhigend.

Sendungsbewusstsein?
Schöne Sache, sollte ich mehr von haben.

Siehst Du Dir gerne die eigenen TV-Auftritte an?
Nein, aber ich höre mir irre gern selbst im Radio zu. Ich finde, ich spreche schön, trotz leichter S-Schwäche. Im Fernsehen sieht man leider immer meine alberne Mimik.

Ein Ding, das – kaum produziert – schon reif für den Müll ist?
Hundespielzeug aus Gummi.

Im Flieger: Vorne-mitte-hinten? Gang-Fenster?
Kurzstrecken: Gang, Langstrecken: Fenster. Als überzeugte Economy-Fliegerin sitze ich sowieso immer hinten. Und liebe nichts mehr, als den Leuten auf Platz 1 C und D, die nach allen Regeln des korrekten Flugzeugbesteigens eigentlich die allerletzten in der Maschine sein sollten, aber grundsätzlich als allererste boarden und dann alle böse anstarren, die nach ihnen kommen, ganz aus Versehen meine Tasche durch ihr Handelsblatt zu fegen. Sorrynotsorry.

Im Zug?
Großraum am Tisch.

Wer fehlt?
Keiner. Das Leben geht weiter. Anders ohne manche Leute, klar, aber die Guten hinterlassen eh immer genug.

Warum das alles?
Weil.

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